Mamiya 645 1000s

Alleine der Name klingt schon sehr technisch. Dennoch ist die Mamiya einer meiner Lieblinge geworden. Ich sammle gern alte Kameras, habe auch einige wieder verkauft um neue Projekte zu finanzieren. So kann man seinen Erfahrungsschatz erweitern und ich werde hier hin und wieder Kameras vorstellen. Im Mittelformat hatte ich mit Adox 6×6 und Agfa 6×9 zu tun. Die Abbildungsleistung ist für mich in der Analogfotografie sekundär, denn ich versuche nicht eine maximale Auflösung oder extreme Dynamik zu erreichen, sondern einen gewissen Bildstil zu erzielen. Die 645 wurde 1975 vorgestellt und das Modell 1000s folgte 1977. Sie hatte als schnellstmögliche Verschlusszeit 1/1000 sek. und einen elektrisch gesteuerten Verschluss. Das Format liegt bei immer noch grossen 45 x 60mm. Die aktuelle Fuji GFX 50S besitzt einen Sensor in der Grösse von 44x33mm, also ist die Mamiya zumindest was die Grösse angeht immer noch Up to Date. Sie ist für ihr Format relativ handlich und es passen 15 Bilder auf einen herkömmlichen 120er Film. Wichtig ist aber der eigentliche Vorgang des Fotografierens. Kein Autofokus, kein Belichtungsmesser und im Hinterkopf immer der Gedanken, jeder Klick kostet. Das spornt zum nachdenken, VOR dem Auslösen an und ist somit meiner Meinung der grösste Unterschied zur Digitalfotografie.